Flugticketabgabe

Einige Staaten haben eine Flugticketabgabe eingeführt. Diese ist nur ein geringfügiger Ersatz für jene Steuern, die systemimmanent sind, nämlich Umsatzsteuer und Energiesteuer.

Eine von Transport & Environment durchgeführte Studie zeigt, dass circa 60 Prozent der Flüge, die von EU Staaten starten, unter die Flugticketabgabe fallen.

Überblick über die Flugticketabgabe in der EU im Jahr 2011 (in EUR):

Kurzstrecke (ca. <3000 km) Mittelstrecke (ca. 3000 - 6000 km) Langstrecke (ca. >6000 km) Marktanteil
Eco Business Eco Business Eco Business
Österreich 8* 8* 20** 20** 35 35 2%
Frankreich 1 10 4 40 4 40 13%
Deutschland 8 8 25 25 45 45 19%
Irland 10 10 10 10 10 10 2%
UK 14 28 70 141 88 - 100 176 - 200 25%
Gesamt 59%
*gesenkt auf 7 Euro
**gesenkt auf 15 Euro

Am Beispiel Österreich lässt sich folgende Berechnung aufstellen: 2012 betrug die Mineralölsteuer auf Benzin EUR 0,482 pro Liter. Eine gleich hohe Besteuerung von Kerosin hätte dem Budget zusätzlich Einnahmen von EUR 416,8 Millionen gebracht. Davon sind die Einnahmen aus der Flugticketabgabe (siehe dazu unten) abzuziehen, die 2012 EUR 59,6 Millionen ausgemacht haben. Die Luftfahrt hat in Österreich somit allein im Jahr 2012 eine Steuerbegünstigung von EUR 357,2 Millionen erhalten. 

Wie die Rechnung ebenfalls zeigt ist die im Jahr 2011 in Österreich eingeführte Flugticketabgabe (die übrigens zu Beginn 2013 gesenkt wurde) im Vergleich verschwindend gering und keineswegs geeignet Steuergerechtigkeit herzustellen. (Quelle: Österreichischer Verkehrsclub - VCÖ 2012).